Bali

Insel der Götter und Dämonen

Auf knapp 6.000 qkm Fläche vereint das einzigartige Ostjava auf kleinstem Raum weiße und schwarze Bilderbuch-Sandstrände, hohe Berge, unberührten Regenwald, eine unglaubliche Fauna und pulsierende Metropolen.
Manuel A. Rose
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Manuel A. Rose

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Wissenswertes zum Urlaubsparadies Bali

Indonesiens tropisches Kleinod Bali liegt nur zwei Kilometer von der Ostspitze Javas entfernt im Indischen Ozean. D.h. im Norden grenzt Bali an die Javasee, im Süden an den indischen Ozean. Genau genommen liegt das Eiland auf dem 8. Grad südlich des Äquators zwischen Java und Lombok und ist die westlichste der kleinen Sunda-Inseln. Zu Bali gehört des Weiteren die Kleinstinsel Nusa Penida. Die 5.634 km2 große Insel ist eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Asien. Auch ohne Tourismus ist die Bevölkerungsdichte mit einer Gesamtbevölkerung von knapp vier Millionen und ca. 690 Einwohnern/km² hoch. Balis Hauptstadt Denpasar im Süden der Insel hat heute zusammen etwas mehr als 500.000 Einwohner, gefolgt von den Ballungszentren Singarala (ca. 100.000), Kuta (30.000) und Ubud (30.000). Die Bevölkerung ist kulturell erstaunlich homogen. Sie setzt sich zu mehr als 90 Prozent aus ethnischen Balinesen, 5 Prozent Chinesen und einigen wenigen Javanern, anderen Indonesiern und Europäern zusammen. Fast zwei Drittel der Balinesen arbeiten in der Landwirtschaft. Eine Hauptanbaupflanze stellt Reis dar, der auf ausgedehnten Terrassen angebaut wird. Neben den Reisplantagen existieren, Mais-, Tabak-, und Gewürzplantagen und es werden Kaffee und Kakao angebaut. Die Mehrheit der Pflanzen wird lediglich für den Eigenbedarf in Subsistenz angebaut. Die Industrie existiert in Bali lediglich in Form von Textilbetrieben, die billige Strandmode herstellen, sowie in Form von Schnitzkunst. Exportiert werden zudem Kokosnüsse und Schweinefleisch. Devisenbringer Nummer eins und gleichzeitig der Hauptwirtschaftssektor in Bali ist seit vielen Jahren der Tourismus. Rund 20 Prozent der Balinesen arbeiten im Tourismusbereich. Jährlich besuchen mehr als 4 Millionen Touristen Bali. Die Insel ist gerade bei australischen Pauschaltouristen zunehmend beliebt und wird deshalb oft als Mallorca der Australier bezeichnet.

Drei Viertel der Insel sind durch Regenwald und Berge vulkanischen Ursprungs bedeckt, deren höchste Erhebungen die aktiven Vulkane Gunung Agung (3.140m), Gunung Batukau (2.270m) und Gunung Abang (2.150m) sind. Im tropischen Klima gedeiht eine bunte Pflanzenwelt mit einer ganzjährig überwältigenden Blumenpracht. Berühmt geworden ist Bali vor allem durch seine Reisterrassen. Auch die Strände können sich mit den Top-Destinationen messen, schon gar weil sie sympathischerweise grundsätzlich öffentlich sind.

In Indonesien herrscht Religionsfreiheit, dennoch erkennt der Staat nur monotheistische Religionen offiziell an. Anerkannt sind daher der Islam, Buddhismus, Katholizismus, Protestantismus und Hinduismus. Sobald mehr als 15 Familien einer Gemeinde einer dieser fünf Religionen angehören, haben sie das Recht, ein Gotteshaus zu errichten, falls sie das dazu nötige Geld aufbringen können.

Wirtschaftlich stützt sich die weitestgehend autarke Insel auf die Landwirtschaft. Dynamisches Unternehmertum ist eher eine Seltenheit, ebenso gibt es nicht viel Industrie. Das mag daran liegen, dass Balinesen Wohlstand anders definieren als die westliche Welt. Luxus heißt auf Bali, immer genug zum Leben zu haben und ansonsten ungestört Religion und Glauben ausleben zu können.

Angebaut wird hauptsächlich Reis für den Binnenmarkt. Das Hauptanbaugebiet liegt im flachen, fruchtbaren Süden. Zudem werden Kokosnüsse, Kaffee, Erdnüsse, Chilis, Zwiebeln, Sojabohnen, Gewürznelken oder andere tropische Obst- und Gemüsesorten sowie Schweinefleisch auch für Exportzwecke produziert. Auch die Fischerei hat auf Bali Tradition und wird neuerdings durch Fischzucht-Anlagen und Salzgewinnung ergänzt. Die einzige international bedeutsame Industrie ist die Textilindustrie mit teils in Heimarbeit gefertigter Designer-Strandmode und Discountware. Auch für balinesisches Kunsthandwerk wie Lochstickereien, Korbwaren und Keramik gibt es einen Markt. Ansonsten lebt Bali natürlich vom Tourismus. Bali ist die am häufigsten besuchte Insel Indonesiens. Die Insel lebt vor allem von Gästen aus Australien, Japan, Deutschland, USA und den Niederlanden.

Balis Geschichte

  • 2500 v. Chr. Erste Besiedlung durch Chinesen
  • 670 Erste Besiedlung durch indische Völker
  • 990 Erstes Königreich auf Bali
  • 1478 Im Zuge der Islamisierung Indonesiens fliehen Hinduisten nach Bali
  • 1846 Holland okkupiert Bali
  • 1942 Japan übernimmt die Insel
  • 1945 Bali wird Teil von Indonesien

Die Geschichte von Bali ist von vielen Einflüssen anderer Völker geprägt und beginnt bereits im Altertum. Ungefähr 2500 vor Christus gelangten erste Einwanderer aus Süd-China auf die Insel. Von etwa 500 bis 100 vor Christus kam es zu einer weiteren Einwanderunsgwelle aus Südchina und Vietnam. In dieser Zeit entwickelte sich die Naturreligion des Vorhinduismus, die noch heute in einigen Dörfern lebendig ist. Der erste Migrationsschub aus Indien vollzog sich um 670 nach Christus. Er verhalf dem Buddhismus auf der Insel zu einer ersten Blüte, denn China prägte Bali nur handelstechnisch, kulturell aber war und ist Indien Vorbild.

Bali und die Königreiche

Um 900 nach Christus wurde Bali zum Königreich und Pejeng galt als Hauptstadt der Insel. Mit der Vermählung der Prinzessin von Java mit dem balinesischen Thronfolger war die Abhängigkeit von der Insel Java in Stein gemeißelt. Im Jahre 1343 übernahm die Majaphit-Dynastie von Java neben anderen indonesischen Territorien auch Bali. Die Konversion der javanesischen Bevölkerung zum Islam Java plötzlich zwand hinduistische Künstler, Adlige und Priester zur Flucht nach Bali. In diesem Zuge ernannte sich der Sohn des javanischen selbst zum König der Insel und gründete die Gelgel-Dynastie mit Klungklung als Hauptstadt. Bis zur Machtübernahme durch die Holländer im Jahre 1846 regierte diese Dynastie die Insel.

Bali als holländische Kolonie

Die Niederländer hatten bereits 1602 mit der Ausbeutung der Ressourcen von Bali durch die “Dutch East India Company” begonnen. Nach blutigen Kämpfen war Holland ab 1846 offizielle Regierungsmacht auf der Insel. Im zweiten Weltkrieg kam es zur Schlacht von Badung - dem heutigen Denpasar -, infolgedessen die Japaner von 1942 bis 1945 die Macht übernahmen.

Bali nach dem 2. Weltkrieg

Indonesien erklärte am 17. August 1945 seine Unabhängigkeit. Seitdem ist Bali ein Teil Indonesiens. Holland wollte diese Unabhängigkeit nicht anerkennen und zog sich erst vier Jahre später von Bali zurück. Wirtschaftlich gesehen stand und steht Bali nicht gut dar. Einzige Ausnahme: Der Tourismus, der sich erst in den letzten Jahrzehnten entwickelt. Die zunächst als gefährlich verschriene Insel wurde von den Holländern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Hotspot für Sextouristen stilisiert. In den siebziger Jahren zogen günstige Drogenpreise und die Suche nach spiritueller Erleuchtung viele Hippies auf die Insel. Erste kleinere Hotels und Herbergen etablierten sich, brachten aber keine großen Erträge. Die Wende kam mit den Surfern und mit dem Massentourismus.

Balis Politik

Die ehemalige holländische Kolonie Indonesien ist heute eine Republik (Präsidialrepublik), die auf der 2004 überabeiteten Verfassung von 1945 basiert. Bali ist eine von 30 Provinzen des Landes, die sich ihrerseits in neun Provinzen untergliedert: Buleleng, Jembrana. Tabanan, Badung, Gyanyar, Bangli, Karangasem, Klungkung und Denpasar. Verfassungsgemäß liegt die Exekutivgewalt beim indonesischen Präsidenten. Dieser wird für jeweils fünf Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt und führt den Vorsitz des Kabinetts, dessen Minister er ernennt. Wie alle indonesischen Provinzen wird Bali von einem Gouverneur verwaltet, der dem Staatspräsidenten direkt unterstellt ist. Er hat seinen Amtssitz in Denpasar, von wo aus er sich mit den Räten der balinesischen Provinzen abstimmt, die ihm unterstehen. Unterhalb der Räte gibt es Oberhäupter (kepala desa), die jeweils einer der ca. 1.500 Siedlungen (desa adat) der Insel vorstehen.

Kultur & Religion auf Bali

Anders als im islamischen Festland-Indonesien sind auf Bali fast alle Einwohner Hinduisten oder genauer: Hindu Dharma (92,3 %). Die Religion wird hier allerdings gemischt mit buddhistischen Riten und Glaubensvorstellungen praktiziert. Das liegt darin, dass die ursprünglich aus Südchina stammende Bevölkerung später stark durch die aus Java stammenden hinduistischen Einwanderer beeinflusst wurden Die 5,7 % muslimischen Balinesen leben vorwiegend als Fischer im Norden und Osten der Insel, während man die 1,4 Prozent Christen vorwiegend im Westen antrifft. Zudem spielen die Bali Aga (Ur-Balinesen) im Osten der Insel mit ihrer animistischen Religion eine bedeutsame Rolle.

Insgesamt wird das tägliche Leben der Balinesen in hohem Maß von religiösen Ritualen und Festen bestimmt. Es heißt, dass ein Drittel des Bruttosozialprodukts in religiöse Zeremonien investiert wird. Die Religion steht vom morgens bis abends, von Geburt über Tod bis zur Wiedergeburt im Mittelpunkt. Das ist ein Grund, warum die Balinesen sich trotz des rasanten Wandels und der touristischen Überfremdung ihre Traditionen und ihre Identität so mühelos bewahren. Ein weiterer Aspekt ist die starke dörfliche Gemeinschaft der Balinesen, für die die Familie eine zentrale Rolle spielt.

Als Folge der vitalen Spiritualität der Balinesen gehören Tempel zum Erscheinungsbild der Insel. Sie sind keineswegs historische Denkmäler, sondern stark frequentierte Alltags-Stätten, in denen die Balinesen den Göttern täglich Opfer in Form von Blumen, Früchten, Reis und kleinen Stroh-Figuren darbieten. Sie sind zu Tausenden in Reisfeldern, Höhlen und Buchten, auf Märkten, Felsen und Bergggipfeln, an Seen und am Wegesrand zu finden. Rund 20.000 sakrale Bauten sind auf Bali registriert, was einer Dichte von vier heiligen Stätten pro Quadratkilometer entspricht. Und die sogenannten Familientempel sind darin noch nicht einmal enthalten.

Wer also lernen will, wie man ganz selbstverständlich und authentisch Spiritualität lebt, ist auf Bali bestens aufgehoben.

Flora & Fauna auf Bali

Dank des tropischen Klimas, der geografischen Lage und der fruchtbaren Vulkanböden hat Bali eine üppige Flora und Fauna zu bieten. Das Spektrum reicht von den legendären Reisterrassen, über Monsun-, Regen-, Berg- und Savannenwälder über monokulturartige Palmenbepflanzungen bis hin zu einer unglaublichen Blumenpracht, die die Insel das ganze Jahr über blühen lässt. Zudem prägen Plantagen für Obst, Gemüse, Kaffee, Kakao oder Tabak das Bild. Balis Fauna wird von zahlreichen Affenarten, Vogelarten und Reptilien (vor allem Schlangen und Echsen), sowie Fledermäuse und Flughunden geprägt. Hinzu kommt eine artenreiche Unterwasserwelt, die auch anspruchsvollen Tauchern vielfältige Reize bietet.

Die Infrastruktur Balis

Bali ist leicht zu erkunden, da die größtmögliche Entfernung auf Bali ca. vier Fahrstunden beträgt. Die Straßen auf Bali und Lombok sind allerdings größtenteils in schlechtem Zustand. Nachts sind sie nicht oder höchst unzureichend beleuchtet, zur Regenzeit außerdem oft überflutet. Dafür ist das Angebot an offiziellen und inoffiziellen Verkehrsmitteln gigantisch. An jedem Punkt der Insel stehen Busse, Taxis (Empfehlenswert: Blue Bird), Bemos (Sammeltaxi) und private Chauffeurdienste zur Auswahl. Diese sind dem Leihwagen unbedingt vorzuziehen, denn auf Bali herrscht nicht nur Linksverkehr, sondern auch ein gewisser Anarchismus auf den Straßen. So nett und rücksichtsvoll Balinesen unmotorisiert unterwegs sind, so rüde sind sie am Lenkrad. Verbindliche Regeln gibt es nicht, das Ergebnis sind permanentes Verkehrschaos und Unfälle am laufenden Band. Lieber lässt man sich anhupen und nach „Transport“ fragen. Wenn der Service nicht benötigt wird, reicht ein nettes „no, thanks“ oder „Tikak“ (gesprochen: dida) – oder man reagiert gar nicht.

Auch die Hotelinfrastruktur ist inzwischen inselweit gut entwickelt und deckt das gesamte Spektrum von der Privatunterkunft bis zum 6-Sterne—Resort ab. In fast allen größeren Ortschaften gibt es zudem Krankenhäuser oder zumindest eine Notfall-Klinik, in denen englischsprachige Ärzte arbeiten. Es gibt auch inselweit Apotheken, und die Medikamente sind in der Regel deutlich preiswerter als in Europa.

Balis Küche

Bali ist auch kulinarisch eine Reise wert, allerdings ist die balinesische Küche für den westlichen Gaumen sehr scharf. Auch ist die Allgegenwart von Reis gewöhnungsbedürftig, denn selbst zum Frühstück wird Reis gereicht. Ähnlich wie in Indien prägen ansonsten Gewürze wie Kurkuma, Chilischoten, Salz und Pfeffer, aber auch Nelken, Kardamom und Zimt das Aroma der Speisen. Die landestypischen Currypasten - sogenannte Bumbu - bestehen aus einer Vielzahl an Gewürzen, Zwiebeln, Knoblauch, sowie Nüssen und werden mit Kokosnussmilch, Kokosnusscreme und Sojasoßen angereichert.

Zu den Klassikern der balinesischen Küche gehören Nasi Goreng und Bami Goreng, der Euopäern bestens bekannte frittierte Nudeln (Mie) oder Reis (Nasi) mit gewürztem Gemüse und mitunter Fleisch. Weitere National-Gerichte sind Gado-Gado (geschmortes Gemüse in einer Erdnusskokosnusssoße), Bebek Betutu (gefüllte Ente) oder Babi Guling (gefülltes Spanferkel). Als Dessert sind frittierte Bananen (Pisang Goreng) oder süßer Klebereis sowie lokale Obstsorten (Bananen, Guaven, Granatäpfel oder Mangos) populär. Balinesen lieben außerdem Fingerfood, das überall an mobilen Straßenimbissen (Warungs) frisch zubereitet wird. Ein beliebter Fingerfood-Klassiker sind Hühnchenspieße, die mit einer süßlichen Erdnusssoße angeboten werden (Sate Ayam). Zu den Speisen wird Palmwein (Tuak), Reiswein (Brem) oder eine der lokalen Biersorten sowie Fruchtsäfte und Milkshakes angeboten. Kaffee wird sehr süß und mit viel Milch getrunken. Zur Verdauung wird selbstgebrannter Arrak (Reis-Schnaps) angeboten.

Wellness à la Bali

Spiritualität wird auf Bali praktisch 24 Stunden am Tag intensiv gelebt. Das macht die Insel zu einem Magneten für den „Achtsamkeits“-Tourismus. Yogareisen, spirituelle Retreats, ganzheitliche Heilung und Selbstfindungs-Trips haben hier Hochkonjunktur – der "Eat, Pray, Love"-Spirit ist allgegenwärtig. Auch wer kein spezielles Programm bucht, wird Heilung erfahren. Dafür sorgt die Allgegenwart lächelnder und freundlicher Menschen. Das macht es einfach im Hier & Jetzt zu verharren und in punkto persönliche Entfaltung ungemein kreativ.