Bahrain

Bahrain – Ruhige Inselwelt im arabischen Golf

Neue Hotels und viele Freizeitangebote erwarten den anspruchsvollen Touristen auf der Insel der unbegrenzten Möglichkeiten.
Alexandra Schnitzler
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Alexandra Schnitzler

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Das Reiseziel Bahrain

33 Inseln, 365 Tage Sonne, ein märchenhaftes Kultur-Kaleidoskop aus 6000 Jahren Handelsgeschichte und ein selten ungezwungen gelebter Islam – das ist Bahrain. Dieses hochkarätige Urlaubs-Archipel zwischen Saudi-Arabien und Katar - mitten drin im Persischen Golf – gilt als das Paradies "Dilmun" der arabischen Sagenwelt und gleichzeitig als bedeutendstes Handels- und Finanzzentrum der arabischen Welt. Und genau deswegen hat sich der Inselstaat zu einer boomenden Urlaubs-Destination entwickelt. Manhattan-gleiche Wolkenkratzer stehen zusammen mit den Minaretten einer der größten Moscheen der muslimischen Welt stellvertretend für eine weltoffene Nation, in der westlicher Hedonismus genauso geschätzt wird wie islamische Traditionen. Sehenswert sind die jahrtausendealten archäologischen Stätten sowie die überwältigende kulturelle und architektonische Pracht des Königreiches – darunter auch die 25 km lange Brücke, die Bahrain mit dem Festland verbindet. Daneben ist in diesem Golfstaat auch Sport ein Highlight. Seit 2004 findet im April der Formel 1 Bahrain Grand Prix statt, und auch bei Fußball-Weltmeisterschaften ist die Mannschaft einige Male nur knapp an der WM-Qualifikation gescheitert - eine beachtliche Leistung für so ein kleines Land. Selber sportlich aktiv sein können Urlauber bei exotischen Sportarten wie Sandboarding oder geführten Delfin- oder Perlenauster-Entdeckungstouren auf offener See, beim Tauchen, Segeln sowie beim Golfspielen. Das ist immer noch nicht alles: In Bahrain sind die schönsten und exklusivsten Hotels der Welt versammelt. Orientalisches Flair inklusive. Dazu genießen Touristen einen durchaus erschwinglichen Luxus der Superlative, Sicherheit, Sauberkeit und eine erstaunlich entspannte Atmosphäre.

Kurz: Wer einen sonnensicheren Luxus-Badeurlaub mit interessanten Einblicken in die Kultur des Morgenlandes machen möchte, der ist in Bahrain bestens aufgehoben!

Reisen nach Bahrain

In Bahrain finden Urlauber auf kleinstem Raum alles was das Herz begehrt: Entertainment, Kultur, Sport, Abenteuer, stabiles Sommerwetter und grenzenloser Luxus. Die Hauptstadt Manama ist das beste Beispiel dafür. Majestätisch erhebt sich hier die Al-Fateh-Moschee mit der größten Glasfaser-Kuppel der Welt. Nur wenige Fahrminuten entfernt bietet die Strand Corniche Al-Fateh weite Ausblicke auf die Skyline und viele exzellente Restaurnts und Sisha-Bars zu kulinarischen Märchen aus 1001 Nacht ein. Gleich nebenan findet jeden April eines der spektakulärsten Formel1-Rennen statt. Aber auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus gibt es viel zu entdecken.
Nicht weit von Manama entfernt ist das Dorf Barbar mit seiner Tempel-Anlage aus dem Jahre 2000 vor Christus und einer heißen Quelle. Malerische Strände und überragende Hotels gibt es etwa 10 km von Manama entfernt in Al-Muharraq. Dazwischen das im 16. Jahrhundert von den Arabern errichtete Fort Arad. Von der auf einem Kalksteinplateau im Inselinneren gelegenen Festung Scheikh Salman bin Ahmed Al Fateh eröffnen sich weite Blicke in das Hunanaiya-Tal blicken. Die Stadt Riffa ist für ihr reiches Angebot an Kunsthandwerkbekannt. Auf dem großen Basar Souk ar-Rifa kann man zudem in hochwertigen Textilien, Gewürzen und regionalen Spezialitäten von Mezze bis hin zur gebratenen Kamelkeule schwelgen. Im Süden der Hauptinsel setzen die künstlich aufgeschütteten Petal- und Atoll-Inseln Akzente mit ihren hervorragenden Bade-, Wassersport- und Tauchbedingungen. Das gilt auch für die Hawar-Inseln vor der Küste von Katar. Vor allem Taucher und Vogelbeobachter kommen in dieser Gegend auf ihre Kosten. Die Weite der kargen Sand- und Wüstenlandschaften im Inselinneren berührt den Besucher durch ihre erhabene Schönheit. Im südlichen Bahrain steht mitten in der Wüste auf einer Düne ein einziger gewaltiger Baum: Der 400 Jahre Baum des Lebens, der ganz ohne Wasser auszukommen scheint. Der Legende nach soll er im Jahre 1583 gepflanzt worden sein, um die Stelle zu markieren, an der sich in biblischen Zeiten der Garten Eden befand. Dieses interessante Potpourri kann man von seinem Strand-Domizil ohne großen Aufwand für sich entdecken – man kann freilich auch den ganzen Tag am Meer verbringen. Langweilig wird einem so oder so nicht.

Die Geographie Bahrains

"Zwei Meere" – so lautet der Name Bahrain übersetzt. Er bezieht sich zum einen auf den Arabischen Golf, der den Inselstaat umgibt. Zum anderen verweist die Bezeichnung auf die vielen natürlichen Süßwasserquellen, die im Norden des Landes entspringen. Mit nur 760 Quadratkilometern Fläche und 1,2 Millionen Einwohnern (davon rund 50 Prozent Ausländer) ist Bahrain einer der kleinsten Staaten der Golfregion. Das Archipel besteht aus drei größeren und 30 kleinen Inseln. Sie befinden sich nordwestlich von Qatar im Arabischen Golf. Zentrum des Königreiches ist die Hauptinsel Bahrain mit der Hauptstadt Manama, die durch den 25 km langen King-Fahad-Damm mit Saudi-Arabien verbunden ist. Sie vereint eine wüstenartige Landschaft mit ausgedehnten Salzsümpfen und Sanddünen mit mildem Wüstenklima. Der Norden ist geprägt durch weitläufige Dattelhaine sowie Obst- und Gemüseplantagen. Artesische Brunnen ermöglichen im nördlichen Küstenbereich Oasenwirtschaft. Der Tourismus konzentriert sich weitgehend auf die Hauptstadt Manama. Die ca. 1,4 Mio Einwohner, hauptsächlich Moslems, haben den höchsten Lebensstandard aller Länder am Golf. Die klassische arabische Kleidung bestimmt das Straßenbild, aber bei der Jugend ist auch westliche Kleidung beliebt. Anders als in den meisten arabischen Ländern ist auch der Genuss von Alkohol erlaubt. Das macht die Urlaubsdestination Bahrain auch bei den konservativeren Nachbarstaaten wie Saudi Arabien sehr attraktiv.

Die Geschichte Bahrains

Bereits vor 5000 Jahren waren die Inseln des heutigen Staates Bahrain ein wichtiger Handelsstützpunkt. Über die Häfen wurden unter anderem hochwertige Wolltextilien, Datteln und Gewürze aus Indien vertrieben. Im 4. Jahrhundert fiel das Land an die sasanische Dynastie und stieg anschließend zum Machtzentrum der schiitischen Qarmaten auf. Erst im 13. Jahrhundert wurde das strategisch wichtige Archipel als Teil des Emirats Hormuz für kurze Zeit unabhängig. Im Jahr 1521 bekam auch Bahrain den Eroberungsdrang der Kolonialmächte zu spüren. Erste europäische Einflüsse brachten die Portugiesen, die mehrere große Siedlungen gründeten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewannen die Engländer die Oberhand und Bharain wurde im Jahr 1871 offiziell zum britischen Protektorat erklärt, der während der beiden Weltkriege als englischer Militärstützpunkt eine Rolle spielen sollte. Erst 1971 erklärte der Inselstaat unter der Führung von Scheich Isa ibn Salman Al Chalifa seine Unabhängigkeit. Dank der Erdölvorkommen profitierte Bahrain vom Ölboom und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem der reichsten Länder der Welt sowie schließlich zum bedeutendsten, vom Erdöl unabhängigen Finanz- und Handelszentrum im arabischen Raum.

Das politische System Bahrains

Das ehemalige britische Protektorat Bahrain ist seit seit 2002 eine konstitutionelle Monarchie. Die Legislative betseht aus Ober- und Unterhaus. Ersteres wird vom König ernannt, zweiteres gewählt.

Die Wirtschaft Bahrains

Bahrain ist ein sehr stabiles islamisches Land und als Wirtschaftsstandort in Arabien sehr beliebt. Unter Kronprinz Salman Bin Hamad ist das Land marktliberaler ausgerichtet worden. Neben der Öl- und Erdgasproduktion ist das kleine Land mit seinen stolzen 400 Finanzinstituten ein Schwergewicht der internationalen Finanzwirtschaft. Das ist gut so, denn die Erdölreserven sind so gut wie erschöpft. Ansonsten sind vor allem die Förderung von Aluminium und die Textilindustrie von Bedeutung. Eine wichtige Rolle spielt außerdem der boomende Tourismus: Grund dafür sind vor allem arabische Kurzurlauber, Formel1-Fans und westliche Sonnenanbeter. Auch legen in Bahrain viele Kreuzfahrtschiffe an.

Im Außenhandel ist Deutschland der wichtigste EU-Handelspartner. Es besteht ein bilaterales Investitionsförderungs- und -schutzabkommen (Schwerpunkt Umwelttechnik), ein Doppelbesteuerungsabkommen ist in Vorbereitung. 2004 unterzeichnete Bahrain als erster Golfstaat ein Freihandelsabkommen mit den USA. Haupthandelspartner sind jedoch Saudi-Arabien, China und Brasilien.

Landwirtschaft spielt eine untergeordnete Rolle. Sie erwirtschaftet nur ca. 0,75 % des Bruttoinlandsproduktes. Wichtigste Anbauprodukte sind Gemüse, Reis, Datteln und Zitrusfrüchte. In begrenztem Umfang werden Schafe und Ziegen gehalten. Von wachsender Bedeutung ist die Fischerei. Die meisten Lebensmittel müssen importiert werden und Süßwasser wird aufgrund erschöpfter Grundwasservorräte durch moderne Meerwasseraufbereitung bereitgestellt.

Die Gesellschaft Bahrains

Das Königreich Bahrain weist den Islam als Staatsreligion aus. Es garantiert jedoch Kulturfreiheit und gilt als einer der tolerantesten Golfstaaten. Der Alltag ist dennoch klar muslimisch geprägt, so dass Besucher den damit verbunden Anspruch an dezente Kleidung und Respekt unbedingt erfüllen sollten. Innerhalb der Hotels gelten westliche Standards. Die überwiegende Mehrheit der Bürger sind Schiiten. Die Hälfte aller Bewohner in Bahrain sind Ausländer.

Religion in Bahrain

Als offizielle Staatsreligion prägt der Islam die Gesellschaft in Bahrain. Folgende islamische Rituale werden trotz aller Weltlichkeit überall praktiziert. Sie sollten von Reisenden entsprechend gewürdigt werden:

  • Freitag ist der heilige Tag im Islam (vergleichbar mit dem Sonntag im Christentum).
  • Einmal im Leben geht man auf die Hajj, eine Pilgerreise nach Mekka in Saudi-Arabien.
  • Fünf Mal täglich wird mit nach Mekka gewandtem Gesicht gebetet. Die Zeiten richten sich nach dem Stand der Sonne. Weiterhin rufen Muezzin die Gläubigen zum Gebet – oft mit High Tech-Unterstützung, so dass die Gesänge überall via Lautsprecher zu hören sind.
  • Muslime dürfen auch außerhalb der Moscheen beten. Dabei sollten sie nicht durch neugierige Blicke oder andere Gesten gestört werden.

Flora & Fauna Bahrains

Ursprünglich wurde das Landschaftsbild von Bahrain durch Dattelpalmen bestimmt. Seit Anfang des 20. Jh.s sind durch die expandierende Landwirtschaft und dem Absinken des Grundwasserspiegels nahezu von der Bildfläche verschwunden. Geblieben ist eine wüstenhafte Vegetation mit Dornstrauchgewächsen und Hartgräsern.

Auch die Tierwelt ist artenarm. Endemische Säugetiere wie z.B. Gazellen sind so gut wie ausgerottet, daher leben Arabische Oryx-Antilopen inzwischen in einem Schutzgebiet im Südwesten der Insel. Nur Wüsten- und Springmäuse, Eidechsen und nicht-endemischen Schleichkatzen (Mungos) aus Indien sind häufig zu beobachten.

Die Infrastruktur in Bahrain

Die Infrastruktur des Landes hat ein sehr hohes Niveau. Vor allem im dicht besiedelten Norden der Insel Bahrain ist sehr gut ausgebaut. Der 25 km lange King Fahd Causeway verbindet die Hauptinsel Bahrain mit Saudi-Arabien. Er wird täglich von bis zu 250.000 Fahrzeugen genutzt. Der Hafen von Manama ist ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel aller Golfstaaten. Zudem ist der Tiefseehafen Sulman von großer Bedeutung, der Kern einer Freihandelszone ist. Einziger Verkehrsflughafen ist der Internationale Flughafen Bahrain auf der Insel al-Muharraq.

Die Küche in Bahrain

Bahrain ist liberal und weltoffen. Das spiegelt sich auch in der Gastronomie wider. Neben arabischen Gerichten haben es auch türkische, indische, chinesische, japanische, mexikanische, amerikanische und europäische Gerichte auf die Bestsellerlisten geschafft. Eine Hauptrolle spielt dabei Fisch, da Bahrain sehr fischreich ist. An Fleisch wird hauptsächlich Lamm verzehrt, aber auch Huhn, Ente und Pute. Da die meisten Einwohner Moslems sind, ist Schweinefleisch so gut wie nie auf der Speisekarte zu finden.

Die gesamte Küche ist geprägt von Gewürzen wie Curry, Kurkuma, Kardamom, Koriander, Safran und Zimt. Zu den typischen Gerichten gehört u.a. Gemüse- oder Fischcurry mit Reis und Joghurt. Dazu wird Khubz gereicht, ein flaches Brot. Machbous ist ein Eintopf aus Lammfleisch oder Fisch, mit Tomaten, Zwiebeln, einer orientalischen Gewürzmischung und Reis. Der Reispudding Muhallabia ist eine beliebte Süßspeise. Das sehr dünne Brot wird meist aus Weizen gebacken. Zu fast allen Hauptgerichten wird Fladenbrot gereicht. Da viele Menschen in der arabischen Region keine Milch vertragen, wird sie zu Jogurt und Käse verarbeitet. Datteln sind als süßer Snack, Süßspeise oder Backzutat nicht wegzudenken. Auch die Kaffee- und Teekultur spielt eine tragende Rolle. Kaffee wird dabei gern mit Kardamom verfeinert und Tee immer stark gesüßt.