Malaysia

facettenreiches Urlaubsziel

Kultureller Cocktail aus mehreren asiatischen Hochkulturen, kulinarisches Gourmetparadies, das Seinesgleichen sucht, landschaftliches Eldorado für Abenteurer und Aktive, aber auch ein Paradies für Strand-Fans und Erholungsbedürftige

Shahab Kamali
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Das Reiseziel Malaysia

Malaysia ist ein facettenreiches Urlaubsziel, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: kulturell ein Cocktail aus mehreren asiatischen Hochkulturen, kulinarisch ein Gourmetparadies, das Seinesgleichen sucht, landschaftlich ein Eldorado für Abenteurer und Aktive, aber auch ein Paradies für Strand-Fans und Erholungsbedürftige. In diesem Land haben Jahrzehnte des Fortschritt und der politischen Stabilität deutliche Spuren hinterlassen. Malaysia ist heute eines der reichsten und dynamischsten Länder der Region. Reisenden bringt diese Tatsache nicht nur Sicherheit und Komfort, sondern vor allem Einblicke in einen beeindruckenden kulturellen Spagat zwischen Mittelalter und Moderne - garniert mit einer ebenso aufgeschlossenen wie selbstbewussten Bevölkerung. Kurz: Eine exotische, anregende Mixtur aus allem, was man sich für einen unbeschwerten, erlebnisreichen Urlaub wünscht. Und noch viel mehr.

Kleiner Tipp: Bei einem Malaysia-Urlaub kann man praktisch im Vorbeigehen die schillernde Boomtown Singapur und das exotische Sultanat Brunei "mitnehmen". Beide sind komfortabel erreichbar und unbedingt eine Reise wert. Wenn Sie Lust haben - wir beraten Sie gern!

Reisen nach Malaysia

Malaysia verfügt über rund 5.000 Kilometer Küste und mehr als 200 Inseln. Obwohl der Islam als Staatsreligion gilt, ist knapp die Hälfte der Bevölkerung anderen Glaubens. Diese Tatsache manifestiert sich allerorts in einem faszinierenden architektonischen und kulturellen Potpourri. Chinatowns liegen in direkter Nachbarschaft zu buddhistischen und hinduistischen Tempeln während der Ruf der Muezzin in der Luft liegt. Vielfalt ist in diesem Land praktisch Programm. Dazu trägt die vielseitige Geographie mit vielen Nationalparks, märchenhaften Palmeninseln mit kristallklarem Wasser und vielen der spannendsten Tauch- und Schnorchelgebiete Südostasiens entscheidend bei. Hinzu kommen die vor Vitalität flirrende Hauptstadt Kuala Lumpur und viele historisch interessante Stätten. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Westküste moderner sowie kulturell und kulinarisch interessanter ist, wohingegen der Reiz der Ostküste in der Ursprünglichkeit und den Traumstränden liegt. Unabhängig davon kann man in punkto Hotellerie so gut wie immer auf Raffinesse bauen. Von gesichtslosen Bettenburgen sieht man hier wenig, stattdessen prägen Stolz auf die eigenen Traditionen und ein Hauch von kolonialem Zauber das Bild. Das Ergebnis ist ein wunderbarer Mix aus klimatisierten Wolkenkratzern, historischen Kolonialbauten und Gotteshäusern, die jahrhundertalte Geschichten zu erzählen haben. Das alles kann man unbeschwert genießen, denn Malaysia ist vergleichsweise friedlich, komfortabel zu bereisen und vom Preisniveau her zwar teurer als Vietnam oder Thailand, aber für Europäer trotzdem sehr attraktiv.

Außerhalb der Ballungsgebiete können Urlauber unberührte tropische Dschungelgebiete, langgezogene Sandstrände und Korallenriffe für sich entdecken. So finden sich im Umkreis des Zentralgebirges, das die Halbinsel der Länge nach halbiert, einige der großartigsten Nationalparks mit artenreichen Regenwäldern und geheimnisvollen Gewässern. Sogar auf den touristisch gut erschlossenen Inseln Penang und Langkawi an der Westküste laden zahllose Tropenwälder, Mangroven und Schutzgebiete, andernorts Teeplantagen zu Trekking-Abenteuern ein. Langgezogene einsame Sandstrände, zahllose und pittoreske Dörfer finden sich an der Ostküste – die in punkto Flora und Fauna auch unter Wasser eine Menge Schätze zu bieten hat. Die spektakulärsten natürlichen Highlights Malyasias befinden sich aber in Sarawak und Sabah auf der Insel Borneo. Dazu gehören die weltgrößten Höhlensysteme, fantastische Korallenriffe und der 4095 Meter hohe Mount Kinabalu, der höchste Berg Südostasiens.

Nachfolgend finden Interessente alle wichtigen Reiseinformationen zu Malaysia.

Die Geographie Malaysias

Malaysia liegt in Südostasien zwischen dem 7. und 1. Breitengrad nördlicher Breite, ca. 130 km nördlich des Äquators. Es grenzt an Thailand, Singapur, Indonesien und Brunei. Das Land besteht aus zwei durch das Südchinesische Meer getrennte Landesteile: Der westliche Teil befindet sich auf dem südostasiatischen Festland und ist mit einer Fläche von etwa 330 000 Quadratmetern nur geringfügig kleiner als Deutschland. Die sogenannte Malaiische Halbinsel mit der Hauptstadt Kuala Lumpur grenzt im Norden an Thailand, im Süden an den Stadtstaat Singapur. Westlich liegt die Insel Sumatra – getrennt durch die Straße von Malakka. Der östliche Teil Malaysias auf der Nordseite der Insel Borneo ist mit knapp 124 000 qm Fläche deutlich kleiner und weniger entwickelt. Er grenzt im Norden an das Südchinesische Meer und die Philippinen und umschließt vollständig das eigenständige Sultanat Brunei. Insgesamt ist Malaysia 329.758 qm groß und verfügt über ca. 28. Mio Einwohner, von denen. 1,6 Millionen Menschen in Kuala Lumpur leben. Das Land ist aufgeteilt in 13 Bundesstaaten – elf in West- und zwei in Ostmalaysia.

Malaysia liegt fast am Äquator und ist von entsprechend von tropischem Klima geprägt. Rund 60 Prozent des Landes sind gebirgig, daneben gibt es großflächige Sumpf- und Flussebenen. Noch sind 55 Prozent des Landes von Dschungel und Regenwald bedeckt, der jedoch zunehmend vom industriellen Kahlschlag gefährdet ist. Im ostmalaiischen Bundesstaat Sabah liegt der mit 4095 m hohe Kinabalu, der höchste Berg Südostasiens. Hier ist das Land mit seinen Mangrovensümpfen, dichten Regenwäldern und Flussläufen noch in weiten Teilen unzugänglich. Die längsten Flüsse des Landes sind der Rajang im Osten und der Sungai Pahang im Westen.

Die größten und bekanntesten Städte und Sehenswürdigkeiten in Westmalaysia sind:
Die Urlaubsinsel Langkawi mit Traumstränden, Mangrovenwäldern, landschaftlich interessantem Inland, vielen Höhlen und der Seilbahn auf den Mat Cincang und dem Taucherparadies Pulau Payar Marine Park. Penang mit seinem Multikulti-UNESCO Weltkulturerbe Georgetown, Zahnradbahn auf den Penang Hil und einer exzellenten Gastronomie. Taiping, eine der ältesten Städte des Landes mit einem interessanten Museum. Gerik, die koloniale Architektur von Ipoh, die Cameron Highlands mit ihren Teeplantagen, Regenwäldern und kulturell interessanten Orten wie Tanah Rata oder Binchang, das Wander- und Vogelparadies Fraser Hills, die Boomtown Kuala Lumpur und die historisch bedeutsame Hafenstadt Malaka mit ihrer UNESCO-geschützten Altstadt. An der Ostküste Westmalaysias liegen die Touristeninsel Tioman, Mersing, Pakan, Kuantan, der Taman Negara National Park mit Ausgangspunkt Kuala Tahan, der Kenong Rimba Park, die Seen Tasik Kenyir und Tasik Temengor, Kuala Terengganu, Merang, und natürlich die bekannten Tauch- und Schnorchelparadiese Pulau Tioman, Perhantian und Redang.

Die größten und bekanntesten Städte und Sehenswürdigkeiten in Ostmalaysia sind:
Kuching, die Hauptstadt von Sarawak, der Kubah Nationalpark und das Matang Wildlife Centre, der Gunung Gading Nationalpark für Trekking-, Pflanzen- und Tierfreunde mit seinem siebenstufigen Wasserfall und vielen Höhlen, Batang Ai, Sibu, Kapit, Belaga, der Similajau Nationalpark mit 230 Vogelarten und Gibbons, Sumatra-Languren, Langschwanzmakaken und Salzwasserkrokodilen, die Nia Höhlen bei Batu Niah, die Trekking-Hotspot Miri, Ausgangspunkt für den Besuch des UNESCO-geschützten Gunung Mulu Nationalparks mit seiner unglaublichen Artenvielfalt und den größten Höhlensystemen der Welt, der Lambir Hills Nationalpark mit beeindruckenden Wasserfällen, Malaienbären und Makaken, der Loagan Bunut Nationalpark, das Kelabit Hochland, Limbang, der Kota Kinabalu, der Tunku Abdul Rahman Nationalpark, Sandakan, Turtle Island und Kenningau.

Die Geschichte Malaysias

Malaysia ist eine parlamentarische Wahlmonarchie britischer Prägung, das in dieser Form weltweit einzigartig ist. Sie ist durch das in vielen Ländern des Commonwealth gebräuchliche Westminster- Zwei-Kammern-Parlament geprägt, dem Senat "Dewan Negara" und dem Unterhaus "Dewan Rakyat". Der Staat ist föderativ gegliedert und besteht aus dreizehn Bundesstaaten, darunter neun Erbmonarchien mit einem Sultan als Staatsoberhaupt und vier von Gouverneuren regierten Bundesstaaten (Malakka, Penang, Sabah und Sarawak). Hinzu kommen die Bundesterritorien Kuala Lumpur (Hauptstadt), Putrajaya (Regierungssitz) und die Inseln Labuan. Staatsoberhaupt von Malaysia ist der König, der alle fünf Jahre aus dem Kreis der neun Sultane gewählt wird Regierungschef ist der Premierminister. Die seit der Unabhängigkeit regierende Parteienallianz aus der United Malays National Organisation (UMNO), der Malaysian Chinese Association (MCA) und dem Malaysian Indian Congress (MIC) wurde 1974 zur umfassenden "Nationalen Front" (Barisan Nasional, BN) erweitert, der heute 13 Parteien angehören. Innerhalb der Regierungskoalition spielt die UMNO die dominierende Rolle. Sie stellt traditionell den Premierminister und seinen Stellvertreter sowie die Leiter der bedeutendsten Ressorts. In der Praxis hat das System durchaus autoritäre Züge. Inhaltlich leitete der von 1981 bis 2003 amtierende Premierminister Mahatir Mohamed systematische Modernisierungen ein, die der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung der 1990er Jahren Vorschub leistete, die Rechte der Sultane und des Königs signifikant einschränkten und diverse kostspielige Großprojekte und Prestigebauten initiierten. Die Reformpolitik seines Nachfolgers Abdullah Ahmad Badawi missglückte, was den amtierenden Premierminister heute vor große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen stellt. Dennoch ist das Land wirtschaftlich sehr gut aufgestellt und das Ziel der 1991 verkündeten "Nationalen Entwicklungspolitik" (NDP), Malaysia bis zum Jahr 2020 zu einem voll industrialisierten Staat zu machen, keineswegs unrealistisch.

Das Politische System Malaysias

Malaysia ist eine parlamentarische Wahlmonarchie britischer Prägung, das in dieser Form weltweit einzigartig ist. Sie ist durch das in vielen Ländern des Commonwealth gebräuchliche Westminster- Zwei-Kammern-Parlament geprägt, dem Senat "Dewan Negara" und dem Unterhaus "Dewan Rakyat". Der Staat ist föderativ gegliedert und besteht aus dreizehn Bundesstaaten, darunter neun Erbmonarchien mit einem Sultan als Staatsoberhaupt und vier von Gouverneuren regierten Bundesstaaten (Malakka, Penang, Sabah und Sarawak). Hinzu kommen die Bundesterritorien Kuala Lumpur (Hauptstadt), Putrajaya (Regierungssitz) und die Inseln Labuan. Staatsoberhaupt von Malaysia ist der König, der alle fünf Jahre aus dem Kreis der neun Sultane gewählt wird Regierungschef ist der Premierminister. Die seit der Unabhängigkeit regierende Parteienallianz aus der United Malays National Organisation (UMNO), der Malaysian Chinese Association (MCA) und dem Malaysian Indian Congress (MIC) wurde 1974 zur umfassenden "Nationalen Front" (Barisan Nasional, BN) erweitert, der heute 13 Parteien angehören. Innerhalb der Regierungskoalition spielt die UMNO die dominierende Rolle. Sie stellt traditionell den Premierminister und seinen Stellvertreter sowie die Leiter der bedeutendsten Ressorts. In der Praxis hat das System durchaus autoritäre Züge. Inhaltlich leitete der von 1981 bis 2003 amtierende Premierminister Mahatir Mohamed systematische Modernisierungen ein, die der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung der 1990er Jahren Vorschub leistete, die Rechte der Sultane und des Königs signifikant einschränkten und diverse kostspielige Großprojekte und Prestigebauten initiierten. Die Reformpolitik seines Nachfolgers Abdullah Ahmad Badawi missglückte, was den amtierenden Premierminister heute vor große wirtschaftliche und soziale Herausforderungen stellt. Dennoch ist das Land wirtschaftlich sehr gut aufgestellt und das Ziel der 1991 verkündeten "Nationalen Entwicklungspolitik" (NDP), Malaysia bis zum Jahr 2020 zu einem voll industrialisierten Staat zu machen, keineswegs unrealistisch.

Die Wirtschaft Malaysias

Nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Wachstums und politischer Stabilität ist Malaysia heute zu einem der dynamischsten und reichsten Länder der Region avanciert. Das Land ist längst ein diversifizierter Industriestandort, aber die reichen Bodenschätze und Rohstoffquellen wie Erdöl und Erdgas, Palmöl, Kautschuk und Zinn sind weiterhin von großer Bedeutung für die Wirtschaft des Landes. Nach der "BP Statistical Review of World Energy" (2015) produziert Malaysia ca. 0,7 Prozent des weltweiten Rohöls und 1,9 Prozent des Erdgases. Das Land zählt zu den größten Palmöl- und Kautschuk-Produzenten der Welt. Während der Palmöl-Markt einen Export-Schwerpunkt im Bereich Bio-Kraftstoff, Kosmetik und Lebensmittel hat, wird ein Großteil der malaysischen Kautschukproduktion für den Binnenmarkt im Bereich Reifen und Medizinprodukte abgesetzt. Davon abgesehen spielen elektronische Güter wie Mikrochips und Solarzellen eine tragende Rolle. Zu den größten Unternehmen gehören die Automobilhersteller Perodua und Proton sowie der Ölkonzern Petronas. Seit der rasanten industriellen Entwicklung in den 1990er Jahren gehört das Land zu den aufstrebenden Schwellenländern (Pantherstaaten) und gilt politisch und ökonomisch als eines der stabilsten Länder Südostasiens, das Tradition und Moderne bzw. Islam und Kapitalismus erfolgreich miteinander vereinbart.

Maylaysia ist Mitglied der ASEAN, der D-8 und der G-15, was die vollzogene Transformation vom Agrarstaat zu einem potenten Industriestandort mit hohem Entwicklungspotenzial eindrucksvoll belegt. Die durch die Asienkrise 1997 verursachte Konjunkturdelle ist inzwischen überwunden und Wachstumsraten von bis zu 6 % sind inzwischen Standard. Die Arbeitslosigkeitsrate ist gleich Null, der Einkommensdurchschnitt mittel. Nur noch 13 Prozent der Beschäftigung entfällt auf den land- und forstwirtschaftlichen Bereich. Im verarbeitenden Gewerbe sind 17 Prozent der Beschäftigten, im Baugewerbe 9 Prozent tätig. Die Mehrheit (ca. 60 Prozent) ist im Dienstleistungsbereich tätig, wo im Jahr 2014 über 80 Prozent des Netto-Beschäftigungswachstums geschaffen wurden. Malaysia belegte im United Nations Human Development Index 2015 den 62. Platz und gehört damit zu den "Hochentwickelten Ländern". Laut Regierung soll Malaysia bis 2020 noch in die Riege der „High Income Countries“ aufsteigen.

Die Gesellschaft Malaysias

Malaysia ist pluralistisches Land mit einer bunten und interessanten Mischung aus verschiedensten Kulturen, Sitten und Gebräuchen. Rund 50 % der Bewohner sind Malaien deren Vorfahren durchaus aus unterschiedlichen Regionen der Welt stammen. Knapp ein Viertel der Bevölkerung sind Chinesen, die vor allem in den malaiischen Ballungszentren leben. Indigene Völker machen gut 10 % der Landes-Bevölkerung aus. Sie leben vermehrt in Ostmalaysia in den Bundesstaaten Sabah und Sarawak. Zusammengefasst werden sie unter der Bezeichnung Dayak geführt, ihre westmalaiischen Brüder nennt man Orang Asli. Weitere 7 % sind Inder, der Rest verteilt sich auf diverse weitere Nationalitäten. Die politischen und wirtschaftlichen Machtverhältnisse sind dagegen deutlich polarisierter: Malaien dominieren die Politik, Chinesen die Wirtschaft. Dabei werden Malaien und kleinere ethnische Gruppen – auch unter dem Sammelbegriff Bumiputra bekannt – seit 1971 bevorzugt behandelt. So sind 80 % der Stellen im öffentlichen Dienst mit Bumiputras zu besetzen. "Nicht-Bumis" haben, zum Beispiel in Armee und Polizei, so gut wie keine Aufstiegschancen. Ähnlich verhält es sich mit den Studienplätzen an Universitäten.

Religion & Kultur in Malaysia

In Malaysia ist der sunnitische Islam die offizielle Religion, im Übrigen herrscht laut Verfassung weitgehende Religionsfreiheit. 60 % der Bevölkerung sind Moslems, 20 % Buddhisten, 7 % Hindus, 6 % Christen, weitere Minderheiten sind Taoisten, Sikhs und Anhänger von Naturreligionen. Der Islam hat sich nach einer arabischen Einwanderungswelle im 13. Jahrhundert im Laufe des 14. und 15. Jahrhundert etabliert. Bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts galten muslimische Malaien als liberal, heute sind deutlich konservativere Tendenzen zu konstatieren. Das belegt unter anderem die staatliche Förderung islamischer Traditionen, Gebote und Verbote, die einer fortschreitenden Islamisierung von Gesellschaft, Staat und Justiz gleichkommt, die gegen vom Sunnismus abweichenden Strömungen aktiv verfolgt. Insgesamt gilt das östliche Westmalaysia als besonders streng muslimisch, während die Westküste etwas liberaler, gefolgt von dem noch entspannteren Ostmalaysia mit seiner Multikulti-Bevölkerung. Für alle gilt: Malaien sind qua Geburt Muslime und dürfen keine Nichtmuslime heiraten. Eine Abkehr vom Islam ist theoretisch möglich, praktisch aber kaum durchführbar. Innerhalb der muslimischen Bevölkerungsgruppe werden Verstöße gegen islamisches Recht und islamische Gesetze und Richtersprüche der Scharia geahndet, zum Beispiel durch Prügelstrafe. Etwa 70 % der muslimischen Frauen tragen ein Kopftuch. Grundsätzlich werden andere Religionen in Malaysia dennoch toleriert und als Urlaubsgast nimmt man den konservativen Islam kaum wahr, denn die Mehrheit hält sich in den liberaleren Großstädten bzw. auf den weltoffenen Ferieninseln der Westküste auf. Die in Malaysia lebenden Chinesen sind mehrheitlich Buddhisten, manchmal auch Taoismus und Konfuzianisten, die Einwohner indischen Ursprungs sind in der Regel Hinduisten. Die 9 % malaysischen Christen finden sich in allen ethnischen Gruppen verteilt.

Reisende profitieren von der kulturellen Vielfalt, denn alle Religionen sind dank zahlreicher Feste und religiöser Bauten hautnah erlebbar. Besonders prägt allerdings der Islam das Bild. Einige wichtige Tage und Feierlichkeiten drehen sich daher um den Ramadan, den islamischen Fastenmonat. 30 Tage lang geht den muslimischen Malaysiern zwischen Sonnenauf- und untergang außer Worten nichts über die Lippen, sie essen, trinken und rauchen nicht. In dieser Zeit sind sie schon früh auf, um vor der Dämmerung noch eine Mahlzeit (sahur) zu sich zu nehmen. Die nächste Mahlzeit (buka puasa) ist erst nach der Abenddämmerung erlaubt. Am Ende des Fastenmonats folgt das wohl wichtigste Fest Hari Raya Aidilfitri, das im Familienkreis gefeiert wird.

Flora & Fauna Malaysias

Malaysia hat eine fantastisch vielfältige Flora und Fauna zu bieten, darunter viele exotische Kleinstlebewesen, unzählige Vogelarten, seltene Affenarten wie Nasenaffen und Orang-Utans, das Sumatra-Nashorn und der Indochina-Tiger. Auch gibt es viele seltene Baumarten und die Rafflesia, die größte Blüte der Welt, zu entdecken. Hinzu kommt ein breites Blumenspektrum von chinesischem Hibiskus, über Lotus und Magnolie, bis hin zu Jasmin und der Strelitzie. Auch einige der schönsten Korallenriffe und auch eine der weitläufigsten Regenwälder Südostasiens, die allerdings zunehmend durch Abholzung und die Expansion der Ölpalmplantagen dezimiert werden, sind hier zu finden.

Die Infrastruktur Malaysias

Malaysia verfügt über eine hervorragende Infrastruktur. Das Land hat vier internationalen Flughäfen: Kuala Lumpur International (KLIA) (Sepang), Kota Kinabalu (BKI), Penang (PEN) (Bayan Lepas) und Kuching (KCH), zudem sind Schiffs- und Zugverbindungen vor allem in Westmalaysia und nach Singapur eine komfortable Alternative zum Flugzeug. Das malaysische Straßennetz gehört gar zu den besten in Südostasien, wobei das die Straßen in Ballungsgebieten chronisch überlastet und die Fernstraßen zwischen den Städten meist mautpflichtig sind. Auch der herrschende Linksverkehr und das unorthodoxe Fahrverhalten der Malaysier kann für viele Touristen durchaus eine Herausforderung darstellen. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden. Sonst sind Inlandsflüge preisgünstig und zuverlässig.

Die malaiische Küche

Ein großer Pluspunkt Malaysias ist die Vielfalt und hohe Qualität des Essens. Dank der multiethnischen Bevölkerungsstruktur gibt es in jedem größeren Ort die ganze Palette asiatischer Spezialitäten zur Auswahl: Ob malaiisch, süd- oder nordindisch, kantonesisch, hainanesisch, Szechuan- oder Hokkien-Küche, alle einheimischen Bevölkerungsgruppen haben ihre kulinarischen Traditionen bewahrt. Besonders schmackhaft ist die Nyonya-Küche, die chinesische Kochtraditionen mit malaiischen Gewürzen kombiniert. In großen Städten und gehobenen Hotels gehört auch europäische, japanische oder vietnamesische Speisen zum Standard – mal abgesehen von den weit verbreiteten Fast-Food-Ketten und Coffee Shops.

Das wichtigste Nahrungsmittel ist Reis - unabhängig von der Nationalität der Küche. So ist Malaysia auch für die breite Auswahl an Reisspezialitäten bekannt, die wahlweise pikant oder süß zubereitet werden. Ein Großteil der Speisen ist sehr scharf gewürzt, Fleisch und Fisch werden gern frittiert serviert. Auch die exquisiten Gemüse- und Fleischcurries sind elementarer Bestandteil der malaysischen Küche. Anders als in anderen islamischen Ländern gibt es in Malaysia kaum Speisevorschriften. So muss man keinesfalls auf Schweinefleisch verzichten, da dies traditionell von den ethnischen Chinesen zubereitet und gegessen wird. Muslimischen Malaien essen nur Fleisch, das "halal" ist, vor allem Huhn und Rind. Bei malaysischen Indern steht häufig "Mutton" auf der Speisekarte, unter dem sich Reisende nicht Hammel, sondern eher Ziegenfleisch vorstellen müssen. Die "Hawker Stalls" genannten malaysischen Garküchen sind ein Must für kulinarisch Interessierte, denn nirgends kann man malaysische Küche so unverfälscht genießen wie in diesen Schnellimbissen. Praltisch als Beilage erlebt man die Einheimischen im Alltag und kann den Köchen praktisch über die Schulter schauen. Große gesundheitliche Risiken muss man dabei nicht in Kauf nehmen: Hygienestandards werden eingehalten und ein verdorbener Magen ist eher eine Seltenheit.

Zu den malaysischen Nationalgerichten zählen "Laska", ein Nudeleintopf mit Kokosmilch, Tamarinde, Krabben, Fisch, Hühnerfleisch und Sojabohnensprossen. Zum Frühstück wird oft die Suppe "Yung Tau Foo" mit Gemüse und Tofu gereicht. Bekannter sind "Mee Goreng" mit gebratenen Reisnudeln, Gemüse, Fleisch oder Meeresfrüchten sowie die Reisvariante "Nasi Goreng", die meist mit einem Spiegelei und Gurken garniert wird. Auch die "Satay"-Spieße mit der schmackhaften Erdnusssoße, Gurken und Zwiebeln sind Europäern hinlänglich bekannt. Aber auch das indonesische Nationalgericht "Gado-Gado" mit Gurken und Sojabohnensprossen, gebratenem Tofu, gekochten Eier und einer würzigen Erdnusssauce ist hier sehr beliebt. Ebenso hat sich das indische Naan-Brot unter dem Namen "Roti Chanai" eingebürgert. Es wird am liebsten zu Curry gereicht, das oft im Bananeblatt und immer mit Fingern gegessen wird. Köstlich sind auch "Bak Kut Teh" die malaysische Spare Ribs-Interpretation mit Kräutern, Knoblauch und Sojasauce, die hier gern zum Frühstück genossen wird. Nicht wegzudenken ist die Sauce "Sambal Belacan" aus Krabbenpaste, Chili und Knoblauch, die unter anderem gern zum Nationalgericht "Nasi Lemak" (Kokosreis, Erdnüssen, Sardellen, hart gekochtem Ei) serviert wird. "Loh Bak" – gebratenes Schweine- oder Hühnerfleisch mit Chili - hat chinesische Wurzeln. Zum Dessert sollte man "Ais Kacang" mit Eis, Kokosmilch und Palmzucker oder Mehlspeisen wie "Cek Mek Molek" und "Len Chee Kang" sowie Süßigkeiten wie Buah Melaka, Kuih Lapis und Cendol kosten.

Getrunken wir leidenschaftlich gern Kaffee, der hier an jeder Ecke angeboten wird. Das gilt auch für den allseits beliebten Eistee. Alkohol trinken Malaien aus religiösen Gründen kaum. Dennoch kann man überall Spirituosen und Bier bestellen – allerdings zu vergleichsweise hohen Preisen. Wasser in Flaschen gibt es an jeder Ecke. Fruchtsäfte kann man meist frisch gepresst genießen – obwohl das aufgrund der unzureichenden Wasserqualität nicht ganz ungefährlich ist.

Malaiien und Indern essen traditionell ohne Besteck mit der rechten Hand. Chinesen benutzen Stäbchen und einen Löffel für den Reis sowie "schwierige" Zutaten. "Westliches" Besteck ist aber immer verfügbar, wobei asiatische Küche in der Regel mit Gabel und Löffel gereicht wird. Der Löffel dient dabei zum Essen und die Gabel als Hilfsmittel.